Sonntag, 16. Februar 2020, 17:00 Uhr

Sonaten für Cello und Klavier der Deutschen Romantik

Franz Schubert (1797-1828)
Sonate a-Moll, Arpeggione Sonate, D 821
Allegro moderato
Adagio
Allegretto

Johannes Brahms (1834-1897)
Sonate F-Dur, Op. 99
Allegro vivace
Adagio affettuoso
Allegro passionato
Allegro molto

Die Arpeggione ist ein im Jahre 1823 vom Wiener Geigenbauer Johann Georg Stauffer erfundenes Streichinstrument, das Merkmale der Gitarre und des Violoncellos in sich vereinigt. Die Inspiration lag darin, die Bauprinzipien der Gitarre mit den Ausdrucksmöglichkeiten und dynamischen Qualitäten des gestrichenen Tons zu verbinden. Die Arpeggione wäre als Kuriosum sicher längst in Vergessenheit geraten, hätte Franz Schubert nicht 1824 seine Sonate für Arpeggione und Klavier geschrieben. Heute wird der Part der Arpeggione meistens vom Violoncello übernommen. Brahms’ zweite Cellosonate in F-Dur erklingt im Konzertsaal viel seltener als die Erste in e-Moll. Brahms komponierte sie in einer glücklichen Phase 1886 am Thunersee für einen der grossartigsten Cellisten dieser Zeit: Robert Hausmann, der sich eigentlich ein Cellokonzert gewünscht hatte. Die F-Dur Sonate ist in ihrer Klangfülle und Intensität einem Cellokonzert der Romantik ebenbürtig.

DIE MUSIKER/INNEN

Maxime Ganz (Violoncello) wuchs in Strassburg in einer Musikerfamilie mit russischen und uruguayanischen Wurzeln auf. Er wurde von Jean Deplace in der Celloklasse am Strassburger Staatskonservatorium unterrichtet. Nach Meisterkursen bei Mikhaïl Milman setzte er seine Ausbildung an der «Escuela Superior de Música Reina Sofía» in der Klasse von Natalia Shakhovskaya in Madrid fort. An der Hochschule der Künste Bern erwarb er bei Antonio Meneses das Konzertdiplom mit Auszeichnung und anschliessend in der Klasse von Conradin Brotbek den Master Specialized in Performance. Maxime Ganz ist als Solist häufiger Gast verschiedener Orchester, z.B. des Berner Sinfonie Orchesters. Maxime Ganz unterrichtet seit August 2015 Violoncello an der Musikschule Konservatorium Bern.

Bettina Keller (Klavier) studierte an der Hochschule für Musik in Bern Klavier bei Erika Radermacher (Lehr- und Konzertdiplom) und Kontrabass bei Béla Szedlàk (Lehr- und Orchesterdiplom). Sie unterrichtet seit 1995 Kontrabass an den Musikschulen Konservatorium Bern und Köniz. Sie ist Dozentin für Fachdidaktik und praktische Pädagogik für Kontrabass an der Hochschule der Künste Bern, Mitglied des Salonquintetts I Galanti und des Orchesters OPUS Bern und tritt regelmässig als Pianistin und Kontrabassistin auf. Bettina Keller ist bekannt für ihre Musikvermittlungsprojekte. 2011 erhielt sie für ihr Kontrabassprojekt die «Odyssee» den Preis für innovative Musikvermittlungsprojekte des Kantons Bern und 2014 für das Cello-Bass-Projekt «Jakobs Reise ans Meer» den Lily-Wäckerlin-Preis.



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